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Calais, Nord-Pas de Calais

Calais – nur als Startplatz der Kanal-Fähre viel zu schade

Beim Gedanken an Calais, die Hafenstadt im äußersten Norden Frankreichs, denkt man automatisch an die Fähren nach Großbritannien. Denn hier ist der Ärmelkanal besonders schmal, die Überquerung somit besonders günstig und schnell. Und tatsächlich legen täglich bis zu 60 Fähren in Calais an und ab – die meisten davon aus und nach Dover.

Den daraus resultierenden 30 Millionen Durchreisenden pro Jahr stehen zahlreiche Hotels zur Verfügung, denn schließlich ergibt sich nicht immer ein direkter Fähranschluss.

Man tut Calais aber Unrecht, wenn man die Stadt ausschließlich auf den Hafen und die Fähren reduziert. Im Gegenteil, die Urlauber sollten die Übernachtungsmöglichkeit in den vielen Hotels auch dazu nutzen, die Stadt selbst zu erkunden.







Bei Kunstfreunden nimmt die Plastik von Auguste Rodin Die Bürger von Calais einen hohen Stellenwert an; sie ist vor dem Rathaus von Calais aufgestellt. Dieses Gebäude selbst stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und entspricht dem Baustil der flämischen Renaissance. Sein Glockenturm, ebenfalls in der typisch schlanken flämischen Form ausgearbeitet, zählt zum Weltkulturerbe. Das trifft ebenso auf den Tour de Guet in der Altstadt zu.

Im 13. Jahrhundert als Turm einer Befestigungsanlage genutzt war er im 19. Jahrhundert optischer Telegraf und Leuchtturm zugleich. Diese letzte Funktion übernimmt inzwischen ein eigens errichteter Turm am Hafen. Von seinen 50 Metern Höhe hat man einen grandiosen Rundblick auf Calais und seine Umgebung.

 



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