Urlaub in Dänemark

blaues Fahrrad mit Flagge in Kopenhagenblaues Fahrrad mit Flagge in Kopenhagen

Dänemark – kleines Land mit vielen Überraschungen

Zwar ist Dänemark das kleinste Land Nordeuropas, doch hat es auf seinen 43.000 Quadratkilometern Landfläche so einiges zu bieten. Der festländische, im Süden an Deutschland grenzende Teil des Landes heißt Jütland. An dessen Westseite schmiegt sich die Nordsee und rund 400 Kilometer Sandstrand erfreuen hier jeden Sommer zahlreiche Besucher. Ganz im Norden liegt Skagen. Hier treffen Nord- und Ostsee zusammen. An der nördlichsten Spitze von Jütland ist es also möglich, mit seinen Füßen in zwei Meeren gleichzeitig zu stehen. Die hier vorherrschenden fantastischen Lichtverhältnisse und eine unvergleichlich schöne Natur locken viele Künstler nach Skagen.

Den Osten des Königreichs Dänemark bildet ein Archipel aus sage und schreibe 400 Inseln. Etwa ein Viertel davon ist bewohnt. Auf Seeland, so nennt sich die größte der Eilande, liegt die wunderschöne Hauptstadt des Landes, Kopenhagen (siehe unten mehr).

Die Dänen stammen, ebenso wie die Schweden und Norweger, von den wilden Wikingern ab. Von der überlieferten Rauheit dieses kriegerischen Volkes ist heute zum Glück nichts mehr zu verspüren. Die Dänen sind, nicht zuletzt dank ihres sehr erfolgreichen und einzigartigen Schulsystems, ein sehr offenes, gebildetes Volk. Größtenteils leben die Einwohner Dänemarks in den Städten, nur 15 Prozent sind ländlich angesiedelt. Besuchern kommt dieser Lebensstil sehr zugute, denn die Schönheit und Naturbelassenheit der Landschaft, die überwiegend aus eiszeitlichen Ablagerungen besteht, wird nicht durch Besiedlung zerstört.

Das wohlhabende Dänemark ist ein äußerst attraktives Urlaubsland. In einer weitweit durchgeführten Studie wurden die Dänen als die glücklichsten Menschen der Erde ermittelt. Grund genug, um neugierig auf den nördlichen Nachbarn Deutschland zu werden. Sanfter Tourismus zeigt seinen Besuchern ohne viel Schnickschnack die Schönheiten des Landes. Dänemark wird als „Umwelt-Weltmeister“ tituliert. Viele Gelder fließen in das „Green-Business“, damit Natur und Umwelt in ihrer herrlichen Pracht noch lange Zeit erhalten bleiben. Der dänische Sommer wartet von Mai bis September oftmals mit Temperaturen von über 20 Grad auf und trotz der Nachbarschaft zweier Meere, sind die Niederschlagsmengen sehr moderat. Für sonnenhungrige Besucher ist dann die beste Urlaubszeit in Dänemark.

Die Natur genießen

Was man auch macht während seinen Ferien in Dänemark: Wandern, Radfahren, Angeln, Reiten, Surfen – alles findet in der Natur statt. Das Land verfügt über faszinierende Landschaften. Über 7.000 Kilometer Küstenlinie führen im Westen an weißen Sandstränden, Dünen und Buchten vorbei und werden im Osten von langen Fjorden bestimmt. Die weißen Kreidefelsen der Insel Mon, südlich von Seeland, sind weltberühmt. Sie fallen an ihrer höchsten Stelle 128 Meter nahezu senkrecht zum Meer ab. Viele der schier unzähligen kleinen Inseln sind, zum Teil auch direkt von Deutschland aus, mit einer Fähre zu erreichen. Wer lange, einsame Spaziergänge liebt, wird in Verzückung geraten. Auch ausgedehnte Radtouren entlang der Küste bieten dem Aktiven einen ganz besonderen Reiz. Und geradezu prädestiniert als Urlaubsort ist Dänemark für Freunde des Angelsports.

An der Nordseeküste darf sich der Besucher auf einen gemütlichen, entspannenden Urlaub genauso freuen wie auf reges Hafentreiben und wassersportliche Herausforderungen. Eine Wanderung durch das Wattenmeer entpuppt sich als ganz besonderes Erlebnis. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und man kann sozusagen auf dem Meeresgrund spazieren gehen. Wassersportler stürzen sich in den warmen Monaten des Jahres in die Wellen und Surfen, Kiten oder Segeln mit den Wellen um die Wette. In Klitmoller treffen sich die besten Surfer Europas und nutzen die starken Winde der Nordsee. Zwischen den Dünen liegen kleine, freundliche Urlaubsorte direkt am Meer. Es gibt aber auch noch lange, einsame Strandabschnitte.

Selbstverständlich ziehen die Naturschönheiten an Dänemarks Nordseeküste viele Menschen an und es gibt entsprechend auch Orte, die sich mehr und mehr zu Touristenhochburgen entwickeln. Jeder Besucher kann hier aber noch nach seiner Fasson glücklich werden, ruhig und abgeschieden oder mittendrin im sprühenden Leben. Wer schon einmal im Frühling, Herbst oder Winter an der dänischen Nordseeküste war, wird sich an lange Spaziergänge, das Rauschen des Meeres, den Salzgeschmack auf den Lippen und an gemütliche Abende vor dem Kaminfeuer erinnern. Dann ist es fast menschenleer und ausschließlich die Natur hat das Sagen.


Die Meerjungfrau im Koppenhagener Hafen

Kopenhagen – Haupt- und Kulturstadt

In Dänemark trifft der Besucher auf einige der schönsten Städte Europas. Wer urbane Abwechslung zu Natur und Landschaft sucht, sollte vor allem Kopenhagen besuchen. Trotz seiner peripheren Lage im äußersten Osten ist die Metropole Mittelpunkt allen Lebens in Dänemark. Kultur, Wirtschaft und Politik Dänemarks spielen sich überwiegend in der Stadt am Öresund, der großen Meeresstraße zwischen Dänemark und Schweden, ab. Man findet hier sowohl den Sitz der Regierung als auch das Königshaus. Das Wahrzeichen der Stadt, die „Kleine Meerjungfrau“, ist bis weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Hans Christian Andersen machte sie zur Titelfigur in einem seiner berühmten Märchen. Seit dem Jahr 1913 sitzt an der Uferpromenade jedoch nur noch eine Nachbildung. Das Original befindet sich an einem sicheren Ort.

Kopenhagen besticht durch eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Schloss Charlottenborg ist ganz besonders für Künstler und Kunstliebhaber interessant. Die dänische Kunstakademie schmückt es mit ihren Ausstellungen. Eine der wichtigsten Touristenattraktionen ist Nyhavn, ein ehemaliger Hafen. Das einstige, bunte Vergnügungsviertel, gesäumt von farbenfrohen Giebelhäusern, ist auch heute noch der Treffpunkt von Einheimischen und Besuchern.


Gelbe Häuserzeile in Kopenhagen

Urige Kneipen, Cafés und Restaurants in liebevoll renovierten Kaufmannshäusern laden zum Verweilen ein. Im Hafen harren herrliche, originalgetreu restaurierte Segelschiffe geduldig aus und erinnern sich an einstige Abenteuer. Wer sich für alte Schiffe interessiert, sollte unbedingt auch einen Abstecher in das nördlich von Kopenhagen gelegene Wikingerschiffmuseum machen.

Doch was wäre eine Stadt ohne Shoppingmeile? Stroget heißt das berühmte Einkaufszentrum von Kopenhagen. Es ist mit exklusiven Geschäften und Boutiquen ebenso ausgestattet wie mit großen Kaufhäusern. Und gleich um die Ecke liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Freundliche Städte

Auch die zweitgrößte Stadt Dänemarks, Aarhus, heißt alljährlich tausende Besucher willkommen. Die vielen Fachwerkbauten dort versetzen den Besucher in eine nostalgische Stimmung. Sehenswert sind auch das Museum südlich der Innenstadt sowie Schloss Marselisborg. Hier residiert zum Teil die königliche Familie. Täglich zur Wachablösung wird im Sommer eine prachtvolle Parade geboten. Während der Abwesenheit der Royals kann das Schloss auch von innen besichtigt werden. Leider nur von außen bestaunen darf man den 216 Meter hohen Fernmeldeturm der Stadt. Naturliebhaber werden sich für den botanischen Garten begeistern. So alterwürdig die Stadt selber anmutet, umso jünger sind ihre Bewohner. Jung, dynamisch und international ist die dortige Bevölkerung, über 40.000 Studenten aus aller Herren Länder leben in Aarhus.

Die wunderschöne Stadt Sonderborg ist nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Die Hafenfront ist so malerisch, als wäre sie gerade einem Kunstwerk entsprungen. Kleine verwinkelte Gassen komplettieren den Eindruck einer Märchenwelt. Die Schönheit der Stadt und eine meldetechnische Besonderheit verführen viele Ehepaare dazu, hier den Bund der Ehe einzugehen. Für anschließende perfekte Flitterwochen sorgen mehrere traumhafte Hotels.

Hier kommt keine Langeweile auf

Neben den außerordentlich reizvollen Städten und einer Natur, die ihresgleichen sucht, laden noch viele weitere Highlights zu einem Besuch in Dänemark ein. So kann ein Regentag leicht überbrückt werden und es kommt keine Langeweile auf. Weit über 800 Museen und interessante Sammlungen liegen über ganz Dänemark verteilt. Schlösser und Herrensitze liegen oft in atemberaubenden Parks und stellen ihre Jahrhunderte alten, prachtvollen Gemäuer stolz zur Schau. Tierparks, Aquarien und Freizeitparks wie das Legoland versüßen Familien den Aufenthalt. Die Geschichte des Landes ist in Ausstellungen dargestellt und wird in Freilichtmuseen und Vorzeitdörfern nacherlebt.

Das Freilichtmuseum in Kongens Lyngby zeigt 45 Bauernhöfe, Häuser und Mühlen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Hier wird Geschichte auch wirklich gelebt, denn einige Behausungen sind bewohnt und man kann das Leben des späten Mittelalters hautnah nachempfinden. Im Sommer werden Theaterstücke aufgeführt und Handwerkertage abgehalten.

In den Gärten von Birkegarden begeistert die Natur bereits im Frühling, wenn tausende Zwiebelgewächse aus der Erde drängen. Den ganzen Sommer über erstreckt sich eine ständig blühende Blumenpracht über den Boden. Auf 30.000 Quadratmetern erstrecken sich japanische, dänische und englische Gärten in trauter Nachbarschaft und erfreuen den Besucher mit einer ungeahnten Schönheit.

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit von ganz Dänemark jedoch ist der Tivolipark. In dem Kopenhagener Freizeitpark bietet sich eine Mischung aus Freizeitvergnügen und Erholung. Tradition trifft hier auf Moderne. Zwischen Blumenbeeten und Springbrunnen befinden sich unter anderem atemberaubende Achterbahnen und das weltgrößte Kettenkarussell.

Gut gebettet in Dänemark

Die beliebteste Übernachtungsmöglichkeit in Dänemark sind Ferienwohnungen. In familienfreundlichen Ferienparks in unmittelbarer Nähe zum Meer stehen gemütliche Ferienwohnungen in großer Auswahl zur Verfügung. Meistens darf man sogar Haustiere mit in den Urlaub bringen. Während Kinder sich zu Spiel und Spaß animieren lassen, können die Eltern auch einmal in Ruhe ausspannen oder sich einem angebotenen Wellness-Programm unterziehen.

Gerade die vielen Dänische Inseln bieten vorzügliche Möglichkeiten, dort einen unvergesslichen Urlaub zu genießen. Flache, sattgrüne Wiesen und ebenso tiefgrüne Wälder stehen in Kontrast zu nahezu weißen Stränden. Die Insel Römö ist ein ganz besonderer Treffpunkt von Naturliebhabern. Angler und Camper verbringen hier die schönste Zeit des Jahres.

Wer in Dänemark mit dem Auto unterwegs ist, fühlt sich frei und unabhängig. Viele Fähren und Brücken verbinden die unzähligen Eilande untereinander und mit dem Festland. Ganz nach Belieben residiert man in gehobenen Designerhäusern, einsamen Ferienhäusern oder Badehotels. Jugendliche Gäste treffen sich gerne in einer Jugendherberge.

In Kopenhagen finden sich einige ganz außergewöhnliche Hotels. Im Hotel 71 am Nyhavn zum Beispiel kann man zwischen der Übernachtung in einem alten Lagerhaus oder in dem Leuchtturmschiff am Kai wählen. Ganz besondere Unterkünfte findet man auch in einem der zahlreichen Herrenhöfe, Schlösser und romantischen Hotels.

Ein Blockhaus in der Abgeschiedenheit der Natur stellt den Inbegriff von dänischem Urlaub dar. Auch viele einheimische Städter nutzen diese Hütten als Ferienresidenzen. Schon so mancher ausländische Gast hat sich gewundert, dass er vom Vermieter seiner Blockhütte keinen Schlüssel bekam. Es ist in Dänemark noch ganz üblich, dass dieser unter der Matte liegt oder einfach hinter der Tür hängt. Die Dänen fühlen sich so sicher in den Feriensiedlungen, dass sie oftmals überhaupt nicht abschließen. Eine bessere Werbung kann es nicht geben für die gastfreundliche Dänen. Hier ist und bleibt Urlaub noch voll und ganz Erholung.

Bildquellen:
blaues Fahrrad mit Flagge in Kopenhagen: © KUF
Die Meerjungfrau im Koppenhagener Hafen: © KUF
Gelbe Häuserzeile in Kopenhagen: © KUF