Urlaub in Rumänien – zwischen Karpaten und dem Schwarzem Meer

Hochgebirgsstraße im Fagaraschgebirge
Kloster Putna in der Bukowina
Gußeiserne Brücke in Sibiu (Hermannstadt)
Kloster Sucevita – UNESCO-Weltkulturerbe

Manch Cineast denkt bei Rumänien vielleicht sofort an Transsilvanien, an Vampire und Vollmondnächte; aber keine Sorge: Sie benötigen weder Kreuze noch Holzpflöcke oder Knoblauch, selbst wenn Sie diesen Teil Rumäniens besuchen. Dracula ist lange tot.

Und es muss ja nicht Transsilvanien sein, das Sie erkunden. „Wenn ihr wüsstet wie schön mein Land ist”, schwärmte einst der rumänische Maler Nicolae Grigorescu. Recht hatte er: Rumäniens Schwarzmeerküste lockt mit Sonne, Wasser, Stränden. Die Karpaten laden zu Wanderungen durch bergige Waldlandschaft, teilweise durch alpine Regionen.

Und wenn es Sie doch nach Transsilvanien zieht? Sieben Burgen der Sachsen schützten einst diese Region, auch Siebenbürgen genannt. Bis heute schmücken ungemein eindrucksvolle Bauwerke ihre Standorte. Wer weiß, vielleicht wird auch Ihnen irgendwann ein Rumäne sagen: „Wenn Sie wüssten, wie schön mein Land ist!“ Und vielleicht… können Sie ihm dann antworten: „Ja. Ich weiß es. Ich war dort!“

Das Leben ist, wie es ist

Nichts wirkt, als sei es extra für Touristen erschaffen: Das ist vielleicht das Faszinierendste an den Binnenregionen in Rumänien. Das Leben in den Dörfern scheint unberührt, Traditionen ähneln nicht durchdachten Showelementen findiger Tourismusmanager; man taucht ein in eine Welt, die genauso existieren würde, wäre man selbst nicht dort: Die Schafe würden weiter auf den Bergwiesen ihr Gras fressen, Krauskopfpelikane würden das Donaudelta mit seinen Flussarmen und Seen bevölkern, endlos erscheinende Wälder wie aus dem Märchen Bär und Wolf Heimat bieten. Als besonders ursprüngliche Landschaft in Rumänien gilt die Region Maramures, auch lebendiges Museum der guten alten Zeit genannt.

Wer also eine Auszeit benötigt, Kunstwelten der Moderne vorübergehend satt hat, das Authentische dem Virtuellen vorzieht, der sollte sich ein Hotel, ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Rumänien suchen. Langweilig wird es bestimmt nicht: Wandern, Trecking mit Pferden, Höhlenerkundungen, Floßfahrten sorgen für viel Kurzweil. Schlösser, Burgen und Klöster fügen sich perfekt in die Landschaft ein, etwa das Dracula-Schloss Castelul Bran in Siebenbürgen oder die Klosterbauten im Buchenland, Bucovina genannt.

Die Rumänische Schwarzmeerküste

Meist wird es nur ganz langsam tiefer, das Wasser an Rumäniens Schwarzmeerküste. Lassen Sie Ihre Kinder dort unbesorgt spielen, Burgen bauen mit dem feinen Sand, voller Lebenslust hineinspringen ins kühlende Nass. Portiza, Mamaia, Constanta heißen Orte, die Sie hier erwarten.
Preiswert sind die Hotels und Ferienhäuser, unsagbar schön die Blicke aufs Meer. Viel Sonne, warmes, ruhiges Wasser, moderne Kurbetriebe — all das lockt Familien mit Kindern, Singles, Aktivurlauber und Müßiggänger gleichermaßen an. Sie können Ihnen ganz unterschiedliche Geschichten von Rumäniens Schwarzmeerküste erzählen: Interessant sind sie alle, jede für sich.

Städtereisen

Als für Städtereisende interessante Ziele seien hier zwei Städte Rumäniens genannt: natürlich die rumänische Hauptstadt Bukarest und Sibiu, europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2007. Gegründet von deutschen Siedlern hat sich Sibiu bis heute Zweisprachigkeit und die reizvolle Mischung beider Kulturen bewahrt.
In Bukarest sollten Sie sich einen Spaziergang über die Straße Calea Victoriei gönnen; selten sieht man derart viele Prachtbauten so dicht nebeneinander. „Klein Paris“ nannte man Bukarest in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Fahren Sie hin, mieten Sie ein Hotel- oder Pensionszimmer, ein Ferienhaus, eine Ferienwohnung und begeben Sie sich auf Erkundungstour: Die Stadt hat Charme und geizt nicht mit Reizen.

Bildquellen:
Hochgebirgsstraße im Fagaraschgebirge: © Lothar Henke / pixelio.de
Kloster Putna in der Bukowina: © Lothar Henke / pixelio.de
Gußeiserne Brücke in Sibiu (Hermannstadt): © Lothar Henke / pixelio.de
Kloster Sucevita – UNESCO-Weltkulturerbe: © Lothar Henke / pixelio.de