Der Harz in Sachsen-Anhalt

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Der Harz – drei Bundesländer, nämlich Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen partizipieren von der Ausstrahlungskraft des Harzes als beliebtes Urlaubs- und Wandergebiet, das auch in der kalten Jahreszeit viele Freunde des Wintersports und Winterwanderer anlockt. Während die südöstlichsten Bereiche des Unterharzes zu Thüringen gehören, nehmen das in Niedersachsen liegende Gebiet des Oberharzes sowie sein zentraler Bereich zwischen Brocken und dem Selketal in Sachsen-Anhalt den flächenmäßig größten Anteil ein. Dabei bilden rund zehn Prozent der Gesamtfläche den länderübergreifenden Bereich eines rund um den Brocken gelegenen Nationalparks.

Zahlreiche Kur- und Erholungsorte mit ihren Hotels, privaten Ferienunterkünften und oft auch schönen Campingplätzen bieten ihren Gästen die Voraussetzung, hier einen erholsamen und erlebnisreichen Urlaub zu verbringen, die gleichzeitig als Ausgangspunkt zum Wandern oder zu Fahrten mit den Schmalspurbahnen des Harzes durch wildromantische Täler, auf den mit 1141 Metern höchsten Berg Norddeutschlands, an große Talsperren oder zu legendenumwobenen Plätzen wie Teufelsmauer oder Hexentanzplatz dienen.
Mit diesen genannten sind die Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Harzregion zwischen Schierke und dem Brocken sowie Harzgerode und dem Selketal bei weitem nicht erschöpft, denn in der durchweg romantischen Natur des Harzes verbergen sich inmitten der grünen Wälder und felsigen Gebiete zahlreiche weitere touristische Highlights.

Der Harz und seine Schmalspurbahnen

Der Bau der Streckennetze aller drei im Harz verkehrenden Schmalspurbahnen erfolgte zum Ende des 19. Jahrhunderts, wobei später noch verschiedene Ergänzungen vorgenommen wurden. Die Züge werden bis heute von prächtig anmutenden Dampfrössern, die bis zu 700 PS leisten, durch die abwechslungsreiche Landschaft des Harzes bewegt. Abgesehen von den beliebten Sonderfahrten verkehren alle nach einem festen Streckenfahrplan.

Als älteste der drei Schmalspurbahn gilt die Selketalbahn. Sie startet im Städtchen Gernrode, das vor allem durch seine Stiftskirche St. Cyriacus bekannt geworden ist, die sich seit über 1000 Jahren in nahezu unverändertem Zustand seit ihrer Erbauung zeigt. Anzumerken bleibt, dass die Streckenführung der Selketalbahn vor wenigen Jahren durch eine Verlängerung von der in der Vorharzregion liegenden Weltkulturerbestadt Quedlinburg weiter aufgewertet wurde. Von Gernrode aus werden Alexisbad und Harzgerode berührt, die von schönen Fachwerkhäusern repräsentiert werden. Hinter dem folgenden Günthersberge schnauft die Bahn dann durch das obere Selketal hin zu dem von zwei prächtigen Seen umgeben Stiege. Hasselfelde mit dem Blumenau-Museum und der Westernstadt Pullmann City II und die Eisfelder Talmühle sind ihre weiteren Stationen bevor die Fahrt in Ilfeld oder Nordhausen zu Ende geht.

Bei einer Fahrt auf der etwa 60 Kilometer langen Strecke der Harzquerbahn zwischen Wernigerode und Nordhausen gelangen die Fahrgäste bequem in ein Paradies zum Wandern, das sich um den Ort Drei-Annen-Hohne erstreckt. Hier zweigt auch die Brocken- von der Harzquerbahn ab. Letztere verkehrt dann weiter durch das Drängetal und über die Hochebene bei Benneckenstein, einen Luftkurort der gleichzeitig die höchstgelegene Stadt Sachsen-Anhalts darstellt. Durch waldreiche Täler verläuft die stimmungsvolle Fahrt dann weiter über Ilfeld zum Zielort dieser Strecke.

Ein ganz besonderes Erlebnis bietet die Fahrt mit der Brockenbahn, die von dem verträumten Harzort Drei-Annen-Hohne auf etwa 570 Meter Höhe rund weitere 580 Meter Höhenunterschied bis auf den Gipfel des Brockens überwinden muss. Während die Fahrt an sich schon ein großartiges Erlebnis darstellt, erwartet den Besucher bei Ankunft auf diesem markanten Ausflugsziel im Harz oft eine Überraschung. Zeigt sich der Himmel im Tal wolkenverhangen, so erwartet ihn auf dem Gipfel dieser mächtigen Granitkuppe oft strahlender Sonnenschein und ein herrlicher Blick über die Wolken. Andererseits endet eine Fahrt, die bei Sonnenschein im Tal beginnt nicht selten im dichten Nebel, bei dem selbst das Brockenhotel oder die Pflanzen im Brockengarten nur schwer zu finden sind.

Urwüchsige Landschaftsformen prägen das Bild des Harzes

Im Harz seinen Urlaub zu verbringen, bedeutet vor allem, dessen vielfältige und oft urwüchsig gestaltete Natur- und Landschaftsformen zu erleben.
Zu diesen zählen zweifellos die einzelnen Segmente der Teufelsmauer zwischen Ballenstedt und Blankenburg am Nordrand des Harzes. Verkieselter kreidezeitlicher Kalkstein ragt hier wie die Gestalt eines urtümlichen Zackenkamms empor, wobei die mit Namen versehenen markantesten Gebilde meist vom Laien erklettert werden können.

Zerklüftete Felsen finden sich auch zwischen den Laubwäldern an den steilen Hängen des Selketals, in Form der Saalsteinen bei Bad Suderode, mit den Feuersteinklippen bei Schierke oder auf dem Hexentanzplatz. Dieser ist mit der Bodetal-Seilbahn von Thale aus zu erreichen. Auf ihm befinden sich das älteste Naturtheater Deutschlands, das weit über 1000 Besucher fasst, ein kleiner Tierpark, das Museum Walpurgishalle und ein Hotel.

Vom Hexentanzplatz schaut man auf die gegenüberliegende Rosstrappe, ein beliebtes weiteres Ausflugsziel, das mit Wandern zu Fuß oder per Sessellift erreichbar ist und in das hier beginnende Bodetal, auf dessen Grund eine etwa zehn Kilometer lange erlebnisreiche Tour bis nach Treseburg erfolgen kann. Diese bis zu 280 Meter tiefe und sehr romantische Schlucht des Flüsschens Bode wird von unzähligen Granitfelsen gesäumt, zwischen denen vor allem Linden- und Ahornbäume ein dichtes Laubdach bilden. Mit etwas Glück lassen sich Feuersalamander oder eine Wildkatze beobachten und die Bachforelle oder ein Flussbarsch in der Bode sind begehrte Objekte für Freunde des Angelsports.

Talsperren, Tropfsteinhöhlen, Besucherbergwerke und eindrucksvolle Bauwerke

In der gebirgigen Landschaft des Harzes befindet sich mit dem Talsperrensystem der Rappbodetalsperre Deutschlands größte Talsperre. Mit ihrer gigantisch wirkenden 106 Meter hohen Staumauer bildet sie im Verbund mit einigen Vorsperren und dem Stausee Wendefurth den größten See dieses Mittelgebirges. Wassersport ohne Motorbetrieb ist jedoch nur im Stauabschnitt vor der Wendefurther Mauer erlaubt.
In der Nähe der Ortschaft Rübeland befinden sich zwei attraktive Schauhöhlen. Sowohl die Hermannshöhle als auch die Baumannshöhle zählen zu den bekanntesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Deren absolut älteste ist die Baumannshöhle, die neben einer Menge fantasievoller Tropfsteingebilde den für Veranstaltungen nutzbaren Goethesaal und das Skelett eines der früher in diesem Höhlensystem lebenden Bären zeigt.

Ein weiteres Ausflugsziel könnte auch eines der drei bekanntesten Besucherbergwerke der Harzregion sein. So wird in den über Tage befindlichen Felswerken bei Elbingerode/Rübeland der Abbau großer Kalkvorkommen anschaulich demonstriert. Neben dem Schaubergwerk Büchenberg gilt das bei Elbningerode gelegene „Drei Kronen & Ehrt“ als eines der interessantesten Schaubergwerke überhaupt. In ihm kann nach der Einfahrt mit einer Grubenbahn bei einem Rundgang zu Fuß der Einsatz bergbautechnischer Geräte live miterlebt werden und ist so manches Wissenswerte über den hier erfolgten Abbau des Harzer Blutsteins zu erfahren.

Wer dagegen nicht nur das Gebäude seines Hotels betrachten möchte, der könnte beispielsweise in der Region des Südharzes in dem mit einem mittelalterlichen Stadtbild geschmückten Stolberg das dortige Schloss besichtigen oder zu dem in der Nähe befindlichen Großen Auerberg wandern und das dortige Josephskreuz besteigen. Bei ihm handelt es sich um eine im Jahr 1896 nach dem Vorbild des Pariser Eiffelturms geschaffene 38 Meter hohe Stahl-Fachwerk-Konstruktion mit einem Gewicht von stolzen 125 Tonnen.
Eine gut erhaltene mittelalterliche Anlage stellt die sich hoch über dem Selketal erhebende Burg Falkenstein dar, deren Räume als Museum zu besichtigen sind und auf deren Gelände nahezu tägliche Falknervorführungen für viel Aufmerksamkeit sorgen.

Hinweise auf zwei Museen der besonderen Art sollen diesen Abschnitt beschließen, in dem selbstverständlich nicht alle Sehenswürdigkeiten genannt werden konnten. Die „Alte Elementarschule“ in Gernrode zeigt in wohl einmaliger Anschaulichkeit, unter welchen Bedingungen unsere Urgroßeltern einst die Schule besuchen mussten. Das Mausefallenmuseum in Güntersberge widmet sich dagegen ganz der Geschichte des „stillen Örtchens“ und so mancher damit in Zusammenhang stehenden Kuriosität.

Wintersport im Harz

Wer seinen Urlaub für das Ausüben von Wintersport nutzen möchte, der sollte sein Quartier möglichst in einem Hotel oder einer anderen Unterkunft in der Nähe der Skiregionen um Schierke, Benneckenstein, Friedrichsbrunn oder Hasselfelde nehmen. Wie die Höhenlagen im Land Sachsen-Anhalt insgesamt vermuten lassen, dominiert in ihnen das Skilaufen auf der Loipe oder das Rodeln auf einem Hang, während Abfahrtspisten von Bedeutung kaum zu finden sind.

So stehen rund um Schierke etwa 40 Kilometer gespurte Loipen, einige Rodelhänge und ein Natureisstadion für Eislaufen und Eisstockschießen zur sportlichen Betätigung bereit.
Je nach Schneelage stehen bei Benneckenstein für Abfahrten die Pisten an den Übungshängen am Rappenberg und Pfeifferberg zur Verfügung. An letzterem ist dann auch ein Skilift in Betrieb.
Loipen und Rodelhänge stehen ebenfalls in den weiteren für Wintersport geeigneten Regionen bei ausreichendem Schnee zur Verfügung.

Ortsteile:
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Bildquellen:
Schloss Wernigerode: © Reinhard Grieger / pixelio.de
Die Glocken von Blankenburg: © Michael Loeper / pixelio.de
Höchseter Berg im Harz – Der Brocken: © Reinhard Grieger / pixelio.de
Harzer Schmalspurbahn: © Jurec / pixelio.de