Leipzig – eine Stadt mit Traditionen und Attraktionen

Altes Leipziger RathausAltes Leipziger Rathaus
Blick über LeipzigBlick über Leipzig
Blick vom VölkerschlachtdenkmalBlick vom Völkerschlachtdenkmal
VölkerschlachtdenkmalVölkerschlachtdenkmal
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Eine Urlaubsreise in die sächsische Metropole Leipzig ist sowohl eine Reise in das Zentrum der drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringens als auch eine, die zu den Spuren der einstigen Messestadt, einer Stadt der Dichter und der Bücher und des langjährigen Wirkens genialer Komponisten führt.
Hier, am Zusammenfluss der Pleiße mit der Weißen Elster und der Parthe entstand aus einer Kaufmannssiedlung im 12. Jahrhundert die Stadt Leipzig, die 1497 von Kaiser Maximilian I. das Messeprivileg erhielt, in der Johann Sebastian Bach als Kantor des Thomanerchors wirkte, wo Goethe sein Studentenleben in vollen Zügen genoss und bei der im Jahr 1813 mit der Völkerschlacht der bis dahin größte Waffengang Europas stattfand.

Schließlich erlangte die Stadt im Jahr 1989 als Ausgangsort der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands ihren Ruf als „Heldenstadt“, auf den ihre Bewohner besonders stolz sind.

Urlaub in Leipzig

Mit seiner kompakten Innenstadt, die von einer wunderbaren Mischung von historischer und moderner Architektur geprägt wird, seinen damit verbundenen Sehenswürdigkeiten, den unterschiedlichsten kulturellen Einrichtungen sowie seinen Parks, Gärten und Grünflächen bietet Leipzig je nach individuellem Anspruch ein nahezu ideal zu nennendes Urlaubsziel. Als Unterkunft stehen neben Ferienwohnungen, Pensionen und einem modern gestalteten Campingplatz in der idyllischen Landschaft des städtischen Auenwalds zahlreichen Hotels in Leipzig sowohl für den kleineren als auch den etwas besser gefüllten Geldbeutel zur Verfügung.
Dass diese bei Besuchern und Urlaubern aus nah und fern sehr begehrt sind, beweist die Zahl von 2,1 Million Übernachtungen im Jahr 2011.

So mancher Gast verbindet seinen Aufenthalt in der Stadt mit dem Besuch eines Konzertes im Neuen Gewandhaus oder dem einer Aufführung in der Oper Leipzig, amüsiert sich in einem der sechs Kabarette der Stadt oder besucht ein sportliches Event in der Arena Leipzig oder der Red Bull Arena. Besondere Erlebnisse versprechen darüber hinaus ein Bummel durch den Zoo und dessen besonderer Attraktion, der Tropenerlebniswelt Gondwanaland oder auch des Panometers, in dem monumentale Panoramabilder präsentiert werden.

Ein besonderes Flair lässt sich vor allem in der wärmeren Jahreszeit in den historischen Straßen und Gassen von Leipzig erleben, wenn die Saison der Freisitze von der Stadt Besitz ergriffen hat. Dann herrscht nicht nur vor Zill`s Tunnel, in dem einst das Lied vom wandernden Müller entstand, der barocken Gaststätte Kaffeebaum in der Kleinen Fleischergasse oder vor dem Eiscafé San Remo eine gemütliche Atmosphäre, denn an vielen Orten verzichten die Fußgänger bereitwillig auf einen Teil der ihnen zustehenden Verkehrsfläche.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt

Nicht ohne Grund steht der im Jahr 1913 eingeweihte Granitbau des Völkerschlachtdenkmals in der Beliebtheitsskala ganz oben. Ist dieser 91 Meter hohe Koloss, in dessen Innerem eine Krypta und die Ruhmeshalle an die 126.000 Gefallenen der Völkerschlacht erinnern, doch eines der Wahrzeichen Leipzigs und eines der größten Denkmäler Europas. An die Völkerschlacht erinnert ebenfalls die Russische Gedächtniskirche, deren Innenraum eine 18 Meter hohe Bilderwand schmückt.

Den im Bereich der Innenstadt anzutreffenden zahlreichen Passgen wird später ein gesonderter Abschnitt gewidmet. Damit kann an dieser Stelle dem um den Markt angeordnete Gebäudeensemble mit dem Altem Rathaus volle Beachtung geschenkt werden. 1556 mit seinem asymmetrisch eingefügten Turm erbaut, gilt es als Deutschland bedeutendster Profanbau der Renaissance und beherbergt heute einen Bereich des Stadtgeschichtlichen Museum. Vom gleichen Baumeister stammt auch das Gebäude der Alten Waage mit einer Sonnenuhr an der Fassade an der Nordseite des Marktes sowie das barocke Gebäude der Alten Handelsbörse am hinter dem Alten Rathaus gelegenen Naschmarkt.

Mit der Nikolaikirche und der Thomaskirche verfügt Leipzig über zwei spätgotische Hallenkirchen, in deren letzterer der berühmte Thomanerchor seine Heimat hat und in der sich die Begräbnisstätte Johann Sebastian Bachs befindet.
Als weitere markante Bauwerke erregen das Romanushaus als schönster Barockbau der Stadt, das das Bach-Museum beherbergende Bosehaus am Thomaskirchhof sowie der kuppelgekrönte Bau des Reichsgerichts, in dem heute das Bundesverwaltungsgericht seinen Sitz hat die Aufmerksamkeit der Gäste der Stadt.
Schließlich ist unbedingt noch der Gebäudekomplex des Grassimuseums am Johannisplatz zu nennen, der mit den Museen für angewandte Kunst, für Völkerkunde und für Musikinstrumente gleich drei ihrer Vertreter in seinen renovierten Räumlichkeiten beherbergt.

Leipzigs einzigartiges System an Passagen und Durchgangshöfen

Während andere Großstädte stolz ihre Brücken oder Kanäle präsentieren, verfügt die sächsische Metropole in ihrer Innenstadt über ein geschlossenes System von Passagen und Durchgangshöfen, von denen viele aus der Periode des Entstehens der zahlreichen Messehäuser zu Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Viele der Messehäuser, wie beispielsweise der Zentralmessepalast, das Städtische Kaufhaus oder Stenzlers Hof beeindrucken in ihrem sanierten Zustand noch heute mit ihrem hohen architektonischen Anspruch und ihrer Monumentalität.

Die Passagen und Durchgangshöfe dienten damals wie heute zur Verbindung mehrerer Gebäude, Grundstücke oder ganzer Straßenblöcke und verleihen der Stadt eine ganz besondere Note.
Zu den attraktivsten Passagen gehört zweifellos die Mädlerpassage. Sie verbindet die Königshauspassage mit der Messehofpassage und stellt eine der schönsten Ladenstraßen deutschlandweit dar. Ihre Bekanntheit verdankt sie auch dem Weinlokal „Auerbachs Keller“ und einem Glockenspiel aus Meißner Porzellan.
Als einziges erhaltenes Durchgangshaus aus dem 18. Jahrhundert stellt sich Barthels Hof dar. Neben originell gestalteten Geschäften und einer gleichnamigen Gaststätte sind in diesem imposanten Hof auch noch die Ansätze der Kranbalken erkennbar, an denen früher die Waren in die Magazine gehievt wurden.

Wer seine Unterkunft in einem Hotel in Leipzig gefunden hat, sollte auf keinen Fall einen Gang durch die älteste Passage in der Stadt, Specks Hof versäumen. Die prachtvoll gestalteten drei Lichthöfe dieses fünfgeschossigen Messepalastes sind in Form von Wandfriesen, Keramiken, Kupferarbeiten und Malereien mit zeitgenössischer Kunst vom Feinsten geschmückt.
Zu den sehenswerten neueren Passagen gehören die Handwerkerpassage am Markt ebenso wie die Brühl-Arkaden und der Strohsack in der Nikolaistraße.

Zenit als Messestadt scheint überschritten

Als einer der ältesten Messestandorte der Welt hat Leipzig über mehrere Jahrhunderte Geschichte geschrieben. Im 20. Jahrhundert fanden hier die weltweit ersten Mustermessen statt, die bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990 erfolgreich durchgeführt wurden.
Danach wurde der Übergang zu Fachmessen zwingend erforderlich. 1996 wurde dafür im Norden der Stadt ein neues, modernes Messegelände eröffnet, auf dem nun unter anderem Messen wie die Motorrad Messe, Haus-Garten-Freizeit, Comfortex oder die Auto Mobil International stattfinden.

Als eine der wichtigsten Messen gilt die mit einer großen Tradition behaftete Buchmesse. Wurden bereits im 17. Jahrhundert hier mehr Bücher vorgestellt als in Frankfurt am Main, so nahm Leipzig vom 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts einen Spitzenplatz unter allen Buchmessen als Zentrum des modernen deutschen Buchhandels ein.
Inzwischen hat sich diese Messe zu einer Publikumsmesse entwickelt, die die Begegnung von Autoren mit den Besuchern in den Vordergrund stellt.

Freizeit und sportliche Aktivitäten

Neben zahlreichen Geschäften und gastronomischen Einrichtungen, die ihre Dienste bei einem Stadtbummel anbieten, verfügt die Stadt mit den Promenaden im Hauptbahnhof und dem Paunsdorf-Center über zwei modern gestaltete Einkaufszentren, die noch im Jahr 2012 durch die Höfe am Brühl eine attraktive Ergänzung erfahren werden.

Im Überschwemmungsbereich der die Stadt durchquerenden Flüsse durchzieht eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas die Stadt Leipzig. Dieses als Stadtwald deklarierte grüne Band von Laubwäldern schafft mit seinen zahlreichen Wander-, Rad- und Reitwegen hervorragende Naherholungsmöglichkeiten, die durch insgesamt 14 Waldspielplätze, einen Fitnesspfad und den Wildpark im Süden der Stadt ergänzt werden.

Mitten im Herzen der Stadt befindet sich mit dem Clara-Zetkin-Park eine weitere großflächige grüne Oase, die mehrere historische Parkanlagen zusammenfasst. Fast von jedem Hotel in Leipzig aus zu Fuß oder mit der Straßenbahn bequem erreichbar, verfügt die 125 Hektar große Parkanlage mit dem integrierten Volkspark Scheibenholz mit der Pferderennbahn sowie mit dem Palmengarten über zwei besonders beliebte Zentren der Freizeitgestaltung.
Fahrspaß und Showerlebnisse verspricht dagegen ein Besuch im Freizeitpark BELANTIS während das Spaßbad SachsenTherme vor allem Badegäste sowie Wellness- und Saunafreunde einlädt.

Wer es noch etwas sportlicher liebt, für den besteht die Möglichkeit, sich im östlich der Stadt liegenden Kletterwald zu erproben oder eine Kanutour über die innerstädtischen Wasserstraßen zu unternehmen.
Wasser und Strand sind aber auch am Cospudener See zu erleben, dem ersten gefluteten und für die Naherholung nutzbaren Tagebaurestloch im Süden Leipzigs. Dieser über vier Quadratkilometer große See besitzt an seinem Ostufer eine Hafen mit Bootsliegeplätzen, ein kleines Feriendorf mit Ferienwohnungen und hält mit dem MS Neuseenland ein Charterschiff für gebuchte Ausflüge bereit.

Bildquellen:
Altes Leipziger Rathaus: © Michael Thiem / pixelio.de
Blick über Leipzig: © KUF
Blick vom Völkerschlachtdenkmal: © KUF
Völkerschlachtdenkmal: © KUF