Urlaub auf Borkum …. auf der Insel in der Nordsee

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Auf Borkum den Urlaub zu verbringen, bedeutet nicht nur Sonne, Sand und Nordsee. Dieser Urlaub ist auch eine Reise in die Vergangenheit. Die 31 Quadratkilometer große ostfriesische Insel hat eine bewegte Geschichte. Etliche Borkumer stammen von Walfängern ab. Zeugnisse dieser mittlerweile unrühmlichen Vergangenheit findet man überall auf der Insel. Ein gutes Beispiel ist das Haus des Walfangkommandeurs Roloef Gerritsz Meyer. Der Zaun des Grundstückes besteht aus Walkiefern. Das ist schon ein wenig schauerlich.

Erstmals erwähnt wurde die Insel in der römischen Geschichte als „Burchana fabaria“, die „Bohneninsel“. Jahrhunderte später veränderte sich der Name häufig. Die Kreuzfahrer nannten sie 1227 Borkna, im 14. Jahrhundert wurde sie Borkyn und im 16.Jahrhundert Borckum genannt. Gewissen Wohlstand stellte sich bei den seefahrenden Borkumern erst im 17. Jahrhundert ein, als mit dem Walfang begonnen wurde. Dieser wurde jedoch nach dem holländisch-englischen Seekrieg eingestellt, was die Bevölkerung in Armut stürzte. Zwanzig Jahre nach der napoleonischen Herrschaft, im Jahre 1834, kamen die ersten Erholungssuchenden auf die Insel mit dem heilsamen Reizklima. Danach nahm die Zahl der Gäste stetig zu. Im Jahre 2004 kamen 280 000 Urlauber. Zur Zunahme der Gäste haben auch die zahlreichen Investitionen beigetragen, die in den letzten Jahrzehnten auf der Insel getätigt wurden. Wellness-Einrichtungen, regelmäßige Veranstaltungen, Erlebnisbäder für Jung und Alt und nicht zuletzt die einzigartige Landschaft machen die Insel zu einem lohnenden Reiseziel zu jeder Jahreszeit.

Auf der Strandpromenade am Nordbad steht das Wahrzeichen der Insel, der Musikpavillon, der 1911 gebaut wurde. Gestern wie heute ließ und lässt man sich die rosaroten Sonnenuntergänge mit schönen Klängen versüßen. Die angrenzenden Cafés und Bars sorgen für die passenden Getränke.
Eine Horizonterweiterung kann man im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Alten Leuchtturm erleben. Der Turm ist das Relikt einer aus dem Jahre 1400 stammenden Kirche. Den Kirchturm wandelten die Bewohner in einen Leuchtturm um und machten damit das gefürchtete Borkumriff etwas sicherer. Von oben hat man einen schönen Blick auf die Nordsee und auf den Walfängerfriedhof am Fuße des Turms. Im Teezimmer des Turms werden auch Trauungen durchgeführt.

Mit 60,3 Metern Höhe ist der Neue Leuchtturm ein weiterer markanter Punkt der Insel. Er dient den Schiffen als Orientierung vor der Emsmündung. Wer die 300 Stufen bis oben schafft, wird mit einer herrlichen Aussicht auf die Dünenlandschaft, das Wattenmeer und das Inselstädtchen belohnt.
An der Westseite der Insel befindet sich der dritte Leuchtturm, der Elektrische Leuchtturm. Im Jahre 2003 ist sein Betrieb eingestellt worden. Dennoch stellt er mit seinem rot-weißen Anstrich ein perfektes Fotomotiv dar und ist der Inbegriff deutscher Nordsee-Romantik.
Im Heimatmuseum Dykhaus kann man eine Walbeobachtung der ganz anderen Art machen. Es bietet einen Blick in das Skelett eines gigantischen Meeressäugers und in die abwechslungsreiche Geschichte Borkums und seiner Bewohner.

Ein weiterer Höhepunkt unter den Sehenswürdigkeiten der Insel ist das Feuerschiff „Borkumriff“. Bis 1988 lag das Schiff mit seinem Leuchtfeuer in der Nordsee vor Anker, um den Schiffen den Weg in die Ems zu weisen. Heute liegt es im Hafen und lädt als Museumsschiff und Informationszentrum zum Besuch ein.
Geographisch gesehen ist die Insel nautisch bedeutsam. Daher wurden 1872 drei Seezeichen gesetzt, die so genannten Baken. Das Große Kaap, das Westkaap und die Ostbake sind heute noch zu besichtigen.

StrandspaziergangStrandspaziergang
Ponys auf der WeidePonys auf der Weide
Am Strand bei SturmAm Strand bei Sturm
Auf dem Weg zum StrandAuf dem Weg zum Strand

Die Jahreszeiten auf Borkum

Ein Urlaub ist zu allen Jahreszeiten reizvoll. Im Frühling trifft man auf der Sandbank in der Nähe des Badestrands dösende Seehunde an und auf den Deichen unternehmen die Osterlämmer ihre ersten Gehversuche. Die Vogelwelt erwacht und überall blühen die Blumen.
Im Sommer beginnt das eigentliche Strandleben. Nun lässt sich der Urlaub ganz individuell gestalten. Bei warmem Wetter kann man den Tag gemütlich im Strandkorb verbringen, ein Bad in der Nordsee nehmen oder sich einfach in der Sonne bräunen lassen. Wer es aktiver möchte, kann auf dem Fahrrad die Insel erkunden oder lange Spaziergänge am Strand machen. Abends ist dann der Sonnenuntergang vom Balkon des Hotels oder der Ferienwohnung die Krönung eines erholsamen Tages.
Besonders jodhaltig und gesund ist Luft im Herbst. Immer noch scheint die Sonne, aber der Wind ist schon etwas rauer und die Brandung der Nordsee wilder. Für viele Urlauber hat die Insel jetzt ihren größten Reiz. Vor allem Fotografen schwören auf diese Jahreszeit mit dem milden Wetter.
Einen ruhigen und entspannten Urlaub lässt sich im Winter erleben. Durch die starke Brandung ist die Luft jetzt noch jod- und aerosolhaltiger. Die frische, kalte Luft stärkt die Abwehrkräfte, und hinterher ist das Aufwärmen, zum Beispiel nach einem Saunagang, besonders genüsslich.

Für aktive Urlauber gibt es zahlreiche Sportmöglichkeiten. An vielen Stellen der Insel ist das ganze Jahr über Angelsaison. Ob Knurrhahn, Scholle, Makrele, Dorsch oder Aal: Der Fischreichtum lässt jedes Anglerherz höher schlagen. Am Strand werden vor allem im Sommer viele Möglichkeiten für Mannschaftssport angeboten. Beach-Volleyball, Beach-Basketball und Beach-Soccer sorgen für jede Menge Spaß bei Spielern und Zuschauern. Gemütlicher geht es bei Boßeln zu. Dieser Sport wird auch Klotschießen genannt und ist eine typisch friesische Sportart. Sie ist mit dem Kegeln verwandt, findet jedoch im Freien statt. Dabei wirft man zehn Mal hintereinander eine ein Kilogramm schwere Kugel so weit, wie man kann. Gewinner ist, wer die meisten Meter erzielt. Weitere Sportmöglichkeiten sind Fahrradfahren, Surfen, Segeln, Go-Kart, Kitesurfing und Fallschirmspringen. Drachenflieger bietet der Drachenstand am Nordstrand viel Platz. Östlich des Nordstrands ist der Ort für Kitebuggy-Fahrer. Bei Windsurfing Borkum kann man diesen Sport erlernen.

Familienurlaub auf Borkum

Für Familien mit Kindern bietet das Wellness- und Erlebnisbad „Gezeitenland“ eine Menge feuchtfröhlicher Erlebnisse. Ob die Indoor-Surfanlage FlowRider, Strömungskanäle, Riesenrutsche oder sonstige Wasserspiele: Hier ist jede Menge Spaß garantiert und dies das ganze Jahr über. Darüber hinaus gibt es im Inselstädtchen und an den bewachten Badestränden viele Spielplätze. Ein spezieller Kinder-Veranstaltungskalender gibt Auskunft über Spielnachmittage. Die „Spielinsel“ bietet Tischtennis, Klettern, Basteln und eine „Kinderkiste“, in der die Kinder kostenlos betreut werden inklusive eines Babysitter-Services.

Auch kinderlosen Paaren kann die Insel einiges bieten. Wer auf Borkum heiraten möchte, dem werden auf der Insel vielfältige Möglichkeiten offeriert: Trauungen auf dem Alten Leuchturm, im „Kaiserwagen“ der historischen Kleinbahn, im Ratssaal des Rathauses oder in der Offiziersmesse der „Borkumriff“ – hier findet jedes Paar seinen individuellen Trauungsort. Später machen eine romantische Kutschfahrt, ein Kurkonzert auf der Promenade oder ein gemeinsamer Wellness-Tag im Gezeitenland die Flitterwochen perfekt. Auch Singles oder Kontakt-Suchende mögen die Insel. Beim Kurkonzert, bei einem Wellness-Tag oder im Hotel kommt man in der entspannten Atmosphäre schnell mit anderen ins Gespräch. Für Senioren hat die Borkum-Stiftung das einzigartige Notfall-Orientierungs-System (NOS) eingerichtet. Überall auf der Insel sind die SOS-Schilder angebracht, auch und besonders an einsamen Stellen, wo ein Handy nicht viel nutzt, da der Unfallort nur schwer lokalisiert werden kann. Die Schilder sind mit Nummern versehen, die dem Rettungsdienst mitgeteilt werden, damit die Hilfe schnell und ohne Umwege erfolgen kann.

Gesundheit, Klima, Wellness auf Borkum

Die Insel mit seinem gesunden Reizklima verfügt über etliche Kurkliniken, die sich der Verbesserung oder Heilung bestimmter Krankheiten widmen. Das Fachklinikum Borkum ist zuständig bei allen chronischen und allergischen Haut- und Atemwegserkrankungen. Die Knappschafts-Klinik Borkum ist ein modernes Rehabilitationszentrum mit den Fachbereichen Dermatologie, Gynäkologie und Innere Medizin. Zusätzlich gibt es noch das Rehabilitationszentrum der Nordseeklinik Borkum und die Klinik Borkum Riff des Deutschen Rentenversicherungsbundes.

Was den Wellness-Bereich betrifft, so ist die Insel ein Paradies für Thalasso-Liebhaber. Hier bietet das „Gezeitenland“, dessen Gebäudekonstruktion an einen Ozeandampfer erinnert, eine breite Palette an. Die Therapie mit den wertvollen Ingredienzien des Meeres beinhaltet Meerwasser-Bäder, Meersalz-Peelings und Schlickpackungen, die vitalisieren und das Gewebe straffen. Aber das „Gezeitenland“ kann noch mehr. Das „Wellnessdeck“ bietet entspannende Bäder, Massagen und Körper-Packungen an. Zusätzlich gibt es dort Einrichtungen wie das friesische Rasul, die Borkumer Waschstube, die Floating-Muschel und das so genannte Kaiserbad. Die medizinische Einrichtung auf dem „Wellnessdeck“ hat verschiedene krankengymnastische Anwendungen, Bewegungstherapien, Atemgymnastik, Inhalationen und eine große Anzahl unterschiedlichster Massagen im Angebot. Auf dem „Saunadeck“ kann man unter verschiedenen Saunaanwendungen wählen: Aufgusssauna, Aromasauna und Dampfbad. Den Höhepunkt bildet die Nordsee-Panoramasauna.

Urlaub und Veranstaltungen auf Borkum

Borkum ist die Insel der Veranstaltungen. Bis zu 250 Events finden pro Jahr auf der Insel statt, entweder open air oder in der „Kulturinsel“. Ob Jazz, Klassik, Blues, Pop, Musicals, berühmte Comedians, Sylvester-Feuerwerk auf der Promenade oder Sport-Events – für Abwechslung ist gesorgt. Auskünfte über die aktuellen Veranstaltungen gibt das Internet.

Was das kulinarische Angebot betrifft, so versprechen die Restaurants zahlreiche Genüsse. Besonders Lammspezialitäten und Fischgerichte zum typischen Borkumer Schwarzbrot sind beliebt. Eine weitere Spezialität ist der Sanddorn. Ihn gibt es in allen erdenklichen Kreationen, als Saft, Likör, Tee, Gelee, Marmelade, in Torten, Suppen, Shakes und Bowlen. Und was wäre Ostfriesland ohne Teegenuss? Ein Besuch der originalen ostfriesischen Teestube im Alten Leuchtturm ist auf jeden Fall lohnend. Einkaufsmeile ist die Bismarkstraße im Inselstädtchen, die auch etliche kunsthandwerkliche Läden bietet.

Wer auf der Insel seinen Urlaub verbringen möchte, sollte früh genug buchen, vor allem zur Hochsaison. Die Insel hat Ferienhäuser, Ferienwohnungen und zahlreiche Hotels vorzuweisen. Da ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Anreisen kann man mit der Fähre AG EMS ab Emden oder von Eemshaven in den Niederlanden. Die Überfahrt mit der Fähre von Emden dauert zwei Stunden, von Eemshaven 50 Minuten. Der Katamaran braucht 60 Minuten für die Überfahrt. Soll der eigene PKW mittransportiert werden, sollte man vorher reservieren. Wer mit der Bahn anreist, fährt bis zum Emder Außenhafen, der sich vor dem Fähr-Anleger befindet. Flüge gibt es von Emden oder von Hamburg auf die Insel.
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Bildquellen:
Borkum Panorama: © Kerstin
Strandspaziergang: © Kerstin
Ponys auf der Weide: © Kerstin
Am Strand bei Sturm: © Kerstin
Auf dem Weg zum Strand: © Kerstin